Variablen
Lerne, wie du Variablen deklarierst, Werte speicherst und Ergebnisse in Ninox Logik wiederverwendest.
Variablen helfen dir, einen Wert zu speichern und später in deiner Logik wiederzuverwenden. Sie machen Skripte leichter lesbar, testbar und änderbar. Stell dir eine Variable als benannten Behälter für einen Wert vor. Du legst einmal etwas hinein und nutzt es dann überall dort, wo du es brauchst. Eine Variable hat einen Namen und einen Wert.
In diesem Kapitel lernst du:
eine Variable mit
letzu deklarierenmit
:=einen Wert zuzuweiseneinen gültigen Variablennamen zu wählen
Eine Variable deklarieren
Verwende let, um eine neue Variable zu erstellen. Verwende :=, um ihr einen Wert zuzuweisen.
Das Grundmuster sieht so aus:
let variableName := valueSchauen wir uns ein Beispiel an:
let myText := "Hello " + first_name + "!";
myTextDieses Beispiel deklariert die Variable myText und speichert einen Textwert darin.
"Hello "ist fester Text.first_nameliest den Wert aus dem Feld."!"ergänzt das abschließende Satzzeichen.Die zweite Zeile gibt den in
myTextgespeicherten Wert zurück.
Wenn first_name den Wert Sam enthält, gibt das Skript "Hello Sam!" zurück.
Variablen existieren nur, solange die aktuelle Logik läuft. Sie erstellen kein neues Feld in deiner Tabelle. Ninox bestimmt den Werttyp anhand des Werts, den du zuweist.
Verwende eine Variable für temporäre Werte in der Logik. Verwende ein Feld, wenn der Wert im Datensatz gespeichert werden soll.
Was eine Variable enthalten kann
Eine Variable kann verschiedene Arten von Werten enthalten.
In Ninox sind dies häufige Werttypen:
Text-Werte wie Namen oder Nachrichten
Number-Werte wie Preise, Mengen oder Summen
Yes/No-Werte wie
true,falseund auchnullDate-Werte
Record-Referenzen
Dieses Beispiel zeigt drei verschiedene Werttypen:
customerNamespeichert Text.totalspeichert eine Zahl.isPaidspeichert einen Yes/No-Wert.
Du musst den Werttyp nicht separat deklarieren. Ein Textausdruck gibt zum Beispiel Text zurück, eine Berechnung eine Zahl.
Warum Variablen nützlich sind
Variablen sind nützlich, wenn du einen Wert einmal speichern und später erneut verwenden willst. Das macht deine Logik leichter lesbar und leichter änderbar.
Du kannst zum Beispiel eine Begrüßung in einer Variable speichern und sie in der nächsten Zeile verwenden:
Dieses Beispiel erstellt die Begrüßung einmal und speichert sie in myText.
Die erste Zeile erstellt den Text.
Die zweite Zeile verwendet den gespeicherten Wert.
Ohne Variable müsstest du den vollständigen Ausdruck jedes Mal wiederholen.
Variablen sind auch hilfreich, wenn du ein Feld aus dem aktuellen Datensatz in einer Suche verwendest. Speichere den Feldwert zuerst in einer Variable. Nutze die Variable dann in der Bedingung.
Diese Logik arbeitet in drei Schritten:
myNamespeichert den Wert aus dem aktuellen Datensatz.select Contacts where first_name = myNamefindet passende Datensätze.cnt(...)zählt diese Datensätze.
Wenn im aktuellen Datensatz in first_name der Wert Sam steht, zählt Ninox alle Datensätze in Contacts, in denen first_name ebenfalls Sam ist.
Variablen sind besonders nützlich, wenn du:
einen Wert einmal berechnest und wiederverwendest
einen Text einmal erstellst und an mehreren Stellen nutzt
einen Feldwert aus dem aktuellen Datensatz in einer Suchbedingung verwendest
längere Logik in kleinere, klarere Schritte aufteilst
Einen berechneten Wert wiederverwenden
Variablen können Zahlen genauso speichern wie Text.
Dieses Beispiel berechnet eine Summe und speichert sie, bevor das Ergebnis angezeigt wird.
totalspeichert das numerische Ergebnis vonprice * quantity.messagewandelt diesen Wert in lesbaren Text um.alert(message)zeigt die fertige Nachricht an.
Dieses Muster macht deine Logik später leichter erweiterbar. Du kannst total zum Beispiel für einen Rabatt, eine Steuer oder eine Statusprüfung wiederverwenden.
Einen gültigen Variablennamen wählen
Wähle einen Namen, der den in der Variable gespeicherten Wert klar beschreibt.
Verwende kein Ninox Schlüsselwort als Variablennamen. this und let sind zum Beispiel reservierte Wörter und können deshalb nicht als Variablennamen verwendet werden:
Schlüsselwörter sind Wörter, die Ninox in seiner eigenen Syntax bereits verwendet. Häufige Beispiele sind let, if, then, else, this und end.
Vermeide außerdem Namen, die mit Feldnamen in Tabellen übereinstimmen, die dein Skript verwendet. Das kann zu falschen Ergebnissen oder versehentlichen Feldaktualisierungen führen.
Wenn es hilft, verwende ein Benennungsmuster wie myTotal oder customerName. So erkennst du Variablen auf einen Blick.
Verwende klare Namen wie:
myTexttotalAmountcustomerNameisValid
Muster, die du bei Variablen vermeiden solltest
Diese Stolperfallen sind beim Einstieg in Variablen häufig:
einen Variablennamen zu wählen, der mit einem Schlüsselwort oder Feldnamen verwechselt werden kann
einen Namen wie
xodertempzu wählen, der nichts über den Wert aussagtdenselben Ausdruck zu wiederholen, statt ihn einmal zu speichern
Zu ungenaue Namen wählen
Kurze Namen lassen sich schnell tippen, sind später aber schwerer zu verstehen.
Vergleiche diese beiden Versionen:
Die zweite Version ist leichter zu verstehen. x sagt nicht, was der Wert bedeutet. myTotal zeigt direkt, dass die Variable eine Summe speichert. Das macht spätere Änderungen schneller und sicherer.
Denselben Ausdruck wiederholen
Wenn du dieselbe Berechnung mehr als einmal verwendest, speichere sie in einer Variable. So bleibt die Logik kürzer und leichter änderbar.
Vergleiche diese beiden Versionen:
Die zweite Version ist leichter nachzuvollziehen.
myTotalspeichert die Berechnung einmal.Die Bedingung ist kürzer.
Die letzte Zeile ist leichter zu lesen.
Wenn du die Berechnung später änderst, änderst du sie nur an einer Stelle.
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